wuchs traditionsgemäss mit Musik auf. Man entdeckte sein Talent schon im frühen Kindesalter; er spielte autodidaktisch Geige. Von 1958 bis 1965  erhielt er eine Geigenausbildung. Danach  galt sein Interesse der Rockmusik und er spielte Gitarre. Diese Phase war aber nur von kurzer Dauer. Er erkannte, daß Jazz für ihn die  Musik war, in der sich der ganze harmonische Reichtum darbot, kombiniert  mit der für ihn so wichtige Freiheit der Improvisation - Zipflo kehrte zur Geige zurück.

zipflo240.jpgEs folgte eine weitere Phase, in der er sich intensiv  mit dem Jazz-Standard-Repertoire und natürlich mit Stephane Grapelli  beschäftigte. Anfang der siebziger Jahre lernte er das Spiel von Jean-Luc Ponty kennen, das ihn sehr beeindruckte. Wie Ponty hatte auch Zipflo  den Wunsch, nicht wie ein Geiger zu  klingen und studierte John Coltrane und die Musik der Post- Free-Jazz-Ära ebenso wie die damaligen Wegbereiter der Fusion-Musik: Herbie Hancock und Chick  Corea.

Zipflo war reif und bereit für sein Debüt-Album. Zusammen mit Bobby Falta und Kuno Schmid, nahm Zipflo 1975 seine erste Soloplatte "Violin Impression" auf. Zipflo's absolut eigene  Klangestaltung und  Phrasierung hinterließ  bei Presse und Publikum einen nachhaltigen  Eindruck. Es folgten Rundfunk- und Fernsehproduktionen, ein TV-Special in der Schweiz, Tourneen und Festivals  europaweit.

1976 kam seine zweite LP "New Generation" heraus, mit der er quasi im Vorübergehen bewies, daß er auch ein Meister der traditionellen Spielform im Sinne eines "Hot Club de France" ist.

1978 war ein stilistischer Wendepunkt. Zipflo stellte  seine erste Fusion - Album "Oceana" vor. Musiker wie Tony Scott, Pony Poindexter, Tony Inzalaco und der Duke Ellington Bassist Jimmy Woode holten ihn als Gastsolisten. Das Zusammentreffen mit  Jimmy war für Zipflo musikalisch von großer Bedeutung.

Als eine Begegnung epochaler Bedeutung kann man das Zusammentreffen von Zipflo mit dem ungarischen Gitarristen Kosta Luacs nennen, einem  genialen Musiker, der als Lehrmeister einer ganzen Generation von Gitarristen galt. Zipflo fand in Kosta stilistisch  einen adäquaten Partner. Mit ihm und Kuno Schmid, der damals vor allem großorchestrale Musik komponierte und mit Kosta arbeitete, unternahm Zipflo eine  seiner besten Konzerttourneen. Zipflo war nun so stark, daß er es vorzog, die  kompliziertesten Kompositionen in völlig geigenuntypischen Tonarten zu spielen.
Das Label MPS verpflichtete ihn 1979 für die LP "The Gipsy Jazz Violin Summit" 1980 produzierte er unter dem  gleichen Label sein fünftes Soloalbum "Light of the Future".
1981 gründete Zipflo ein neues Quartett mit Jimmy  Woode, Albert Mair und Erich Bachträgl. Mit dieser Band spielte er fünf Jahre erfolgreich zusammen.
Ab 1987 zog sich Zipflo völlig überraschend von der  Musik - Szene zurück. Er beschäftigte sich ausschließlich mit dem Thema der musikalischen Fortsetzung und der stilistischen Entwicklung einerseits - und den Fragen musikalischer Zeitlosigkeit und Beständigkeit andererseits.
Seit 1992 steht Zipflo wieder auf der Bühne mit  Musikern wie z.B. Bireli Lagrene, Alvin Queen, Fritz Pauer, Koono..
Zu einer denkwürdigen Begegnung kam es im Mai '94 in München im Englischen Garten. Zipflo spielte mit dem Jazz - Gitarristen Bireli Lagrene auf dem europäischen Zigeuner Festival. Zu hören ist das Duo Zipflo -  Bireli, sowie Zipflo und Band auf der Live-Doppel-CD: "The World of Gipsy".

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